«Koch – und Kapitän auf einem Kreuzfahrtschiff»

Unser Küchenchef Michael Spirk erzählt von seinem Traumberuf, seinen Hobbys und von seinem grössten Missgeschick – ausgerechnet bei der Lehrabschlussprüfung. Viel Spass.

Frühaufsteher oder Morgenmuffel?
Morgenmuffel.

Berge oder Meer?
Meer.

Was fällt dir zu Malbun ein?
Berge (lacht). Im Ernst: grün, ruhig, erholsam, überschaubar.

Was schätzt du an Liechtenstein besonders?
Klein, fein, wohlhabend und in sich funktionierend.

Worüber kannst du lachen?
Wenn aus Missverständnissen lustige Situationen entstehen.

Deine grösste Tugend?
Pünktlichkeit und Termintreue.

Dein grösstes Laster?
Ungeduld.

Welche Fehler verzeihst du am ehesten?
Solche, die in Stresssituationen entstehen und jedem passieren können.

Was muss ein guter Koch heutzutage können – ausser kochen?
Einkaufen, organisieren, ein gutes Team zusammenstellen und führen. Zudem muss er jeden Mitarbeitenden so motivieren können, dass dieser jeden Tag Höchstleistungen erbringt.

Was macht dir an deinem Beruf am meisten Spass?
Dass ich ein Team habe, mit dem ich schon seit längerer Zeit kochen und arbeiten darf. Wir kennen die Stärken und Schwächen voneinander und wissen, wie der andere tickt. Das ist ein grosser Vorteil.

Dein Traumberuf als Kind?
Koch – und Kapitän auf einem Kreuzfahrtschiff.

Dein Lieblingsgericht?
Krautfleckerl – ein traditionelles österreichisches Gericht.

Dein grösstes Missgeschick beim Kochen?
Angebrannte selbst gemachte Nudeln bei meiner Lehrabschlussprüfung.

Deine Vorbilder in der Gourmetküche?
Thomas Keller aus Amerika, Sergio Herman aus den Niederlanden sowie Heinz Reitbauer und Christian Petz aus Österreich.

Dein grösstes Hobby?
Reisen und mein Oldtimer – ein VW 181, Baujahr 1975.

Worauf bist du besonders stolz?
Dass gewisse Mitarbeiter, mit denen ich arbeiten durfte, trotz eines harten und steinigen Weges etwas erreicht haben.

Das Erbprinzenpaar sowie der Schweizer Bundespräsident Alain Berset und seine Frau waren schon in der Malbuner Stube zu Gast. Wen würdest du noch gerne bekochen?
Viele (lacht). Alle, die unsere gehobene Küche schätzen.

Ein Kochtrend, der deiner Meinung nach unterschätzt wird?
Die gute, bodenständige Hausmannskost.

Dein grösster Wunsch für die Zukunft?
Dass alles im Leben gut ausgeht.

Zur Person

Michael Spirk, Jahrgang 1973, kocht seit letztem Jahr im Familien- und Businesshotel Gorfion in Malbun. Die bisherige Laufbahn führte den gebürtigen Steirer um die halbe Welt – auf die Bermudas, die hohe See, nach Wien und Kalifornien. Zuletzt war Michael Spirk Küchenchef im Hotel Gasthof Post in Lech am Arlberg, für das er zwei Hauben und 15 Gault-Millau-Punkte erkochte.